Hermann Dechent

Georg Jacob Friedrich Paulus Hermann Dechent (* 15. September 1850 in Westhofen; † 19. November 1935 in Frankfurt am Main) war ein deutscher lutherischer Theologe und Pfarrer.

Seine Vorfahren waren um 1570 aus den spanischen Niederlanden nach Rheinhessen eingewandert. Sein Vater Johannes Dechent (1789-1873) hatte in Utrecht studiert und  dann  in Westhofen eine  Pfarrstelle erhalten, die er nicht mehr verließ. Vorher hatte er 1815 mit den holländischen Jägern gegen Napoleon gekämpft. Während der Revolution 1848/49 entkam er knapp zwei Mord-Anschlägen und einem Attentat (was der Unterschied ist, konnte ich nicht ergründen).

Seine  Frau, Marie Wilhelmine (1817-1901) war eine Tochter des Frankfurter Arztes und Sammlers von Inkunabeln (Erstdrucken) Georg Kloß. Die Familie Kloß besaß das Frankfurter Bürgerrecht und war u. a. mit den Goethes verwandt. So hatte  Johannes Dechent mit der Eheschließung das Frankfurter Bürgerrecht erworben, war also ein echter Eingeplackter, auch wenn er hier gar nicht lebte. Um bei Hermann Dechents historischen Wurzeln zu bleiben, springen wir zunächst zu seiner eigenen  Heirat. Am 17. September 1878 heiratete er Rosa Finger, ebenfalls ein Frankfurter Bürgerstochter. Unter deren Vorfahren findet man die traditionsreichen Frankfurter Namen Textor, Staedel, Starck und ebenfalls Goethe. Die Fingers hatten ein umfangreiches Familienarchiv, das eine unerschöpfliche Quelle für Hermanns Forschungen wurde.