Urvölker bezeichnen Völker aus der Antike, die sich nicht nur durch eine eigene Sprache, Kultur und Geschichte definieren, sondern auch eigene DNA-Profile aufweisen. Wichtig ist folglich nicht die gemeinsame sprachliche Abstammung oder die historisch-anthropologische Einordnung, sondern die individuelle genetische Ausprägung eines Volkes. Innerhalb eines jeden Urvolkes kommen unterschiedliche Herkunftslinien vor. Diese spiegeln die verschiedenen Ursprungspopulationen der Ethnogenese eines jeden Urvolkes wieder.

Diverse Studien belegen, wie vielfältig unsere Wurzeln sind und wie weit und oft unsere Vorfahren gewandert sind. Selbst wenn unsere Eltern dem selben Bauerndorf entstammen, ist es möglich, dass sie verschiedene Abstammungen haben. Wir können zwar Urvölker genetisch differenzieren, doch damit werden keine „Rassen“ oder genetisch homogene Herkünfte bestimmt. Sie werden vielleicht in einer Linie keltisch sein, in der anderen germanisch. Jede Linie hat eine Herkunft, aber unsere DNA hat zahlreiche Linien.

Das Urvolk wird mit Hilfe der Haplogruppe und des genetischen Profils ermittelt. Das Ergebnis bezieht sich in etwa auf den Zeitraum zwischen 900 v.Chr. und 900 n.Chr. Urvolk.